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The Flames......1963-67

am 03.07. ---13. 08.---und 14.08. 1966 im Club

Die auf dem August Programm genannten The Flames waren aus Bensheim, nicht aus Heidelberg.
 

Ernst-Ludwig Drayß 

The Flames im Beat-Club 65 Goddelau, August 1966

Beat-Club Goddelau - Unvergesslich

Es war an einem wunderschönen Sommer-Sonntag. Unsere Ankunft in Goddelau war etwas früh und so lustwandelten wir dort, in unserem bereits angelegten schrillen Outfit, durch die Straßen der "Stadt". Verstörte Passanten beäugten uns misstrauisch und möglicherweise mit dem einzig nachvollziehbaren Gedanken, ob wir wohl Freigang hätten...Doch dann betraten wir den Beat-Club...

Vor uns lag eine recht große, nicht sonderlich elegante, Bühne. Am vorderen Bühnenrand befand sich eine Scheinwerferleiste.

Wir bauten unser Equipment auf...Nachdem wir das erledigt hatten informierte uns der Besitzer und offenbarte uns eine Neuigkeit der besonderen Art, die es in sich hatte: "Wenn die Lampen an der Bühnenkante aufleuchten müsst ihr die Pause beenden und weiterspielen"

Wir taten es und das fünf Stunden lang, dass uns der Herr Geschäftsführer nicht einschlafen ließ war selbstverständlich. Es war ein sehr erfolgreicher Auftritt, bei dem wir mit unserer Show beim Publikum bestens ankamen. Am Schluss der Aufführung waren wir aber verständlicherweise etwas ermüdet. Vier Musiker zeigten sich erschöpft und mit glasigen Augen. Günther, der Drummer war nicht mehr in der Verfassung, sich für den Fotografen in Stellung zu bringen.

Erzählt von Gottfried Keller

The Flames......1963-67

(freie,kurze Zusammenfassung,Originaltext zu lesen im Buch von Ernst-Ludwig Drayß "Als der Beat an die Bergstraße kam")

Die Gründung der Band im Juni 1963 von Gottfried Keller und Günther Deckert, beide 15 Jahre alt. Günther spielte zunächst auf einem Paar preiswerter Bongos und ich auf meiner  Wandergitarre.

"Wir träumten von unserer Band", übten aber zunächst nur zu zweit. 

Der dritte Mann.......es handelte sich um Günthers Cousin Hans Volk, der eine Gitarre zuhause hatte. Wir probten regelmäßig einmal pro Woche, aber es wollte nicht so klingen, wie wir es uns vorstellten.

Ich wollte mir eine E-Gitarre kaufen. Ab diesem Zeitpunkt sparte ich und legte jeden Pfennig zurück, den ich entbehren konnte. Schon bald hatte ich 100 DM zusammen und entdeckte eine preiswerte E-Gitarre im Schaufenster der Firma "Musik Sandner". Es handelte sich um eine einfache Brettgitarre mit einem Tonabnehmer, zwei Reglern und einem Ein-Aus Schalter! 99 DM war der Preis. Nunmehr spielte ich über das Radio von Günthers Oma.

Günther hatte sich mittlerweile zwei Trommelstöcke gekauft und zu seinem Geburtstag kaufte ich ihm ein kleines 20 cm Becken und beim Schlosser einen Primitiven Ständer dazu, den wir mit schwarz und gelbem Lack anpinselten.

Auch Hans hatte jetzt Blut gerochen und beschwatzte solange seine Mutter bis er die gleiche Gitarre bekam wie ich sie schon hatte.

Ich kaufte auf Raten einen kleinen Dynacord V, dazu kam eine Lautsprecherbox der Marke Eigenbau, ein Mikrofon und eine Bassdrum. Der erste Auftritt war auf einer privaten Party. Wir spielten dort zu dritt....schummeriges Licht, man sah uns nicht und das war gut so.

Uns fehlte ein Bassist.

Der Zufall wollte es, dass Hans auf seiner täglichen Fahrt zur Arbeit nach Darmstadt im Zug Hans-Jürgen Petermann traf der wunderbarerweise gerne in einer Band mitspielen wollte. Er entschloss sich kurzfristig einen Framus Bass zu kaufen und stieg bei uns ein. 

Ein Proberaum musste her und wir beschlossen den Keller unter Omas Wohnung herzurichten. Der wurde umfangreich bearbeitet ,getüncht, alle Löcher und Risse zuvor verspachtelt, lag der Raum nun gesäubert vor uns. Wir stellten alte Möbelstücke rein und verlegten Strom. Jetzt war der Raum bezugsbereit.

Die ersten Partys wurden dort gefeiert und natürlich auch geprobt.

 

Gottfried Keller

mit Wandergitarre

Die erste E-Gitarre

1967 im Lorscher "Sandhas"

Hans Volk

Hans-Jürgen Petermann

Gottfried Keller

Günther Deckert (vorne)

Bergsträßer Anzeiger vom 21.Mai 1966

"Amateurbands aus Südhessen und Nordbaden kämpften am Samstag beim Beat-Festival auf der Heppenheimer Freilichtbühne um den Sieg. Die Entscheidung wurde knapp. Unter den sechs Band´s, die in die Endrunde kamen, hatten die Bensheimer "Flames" die größten Chancen. Doch ihr Lied "Something You Got" kam bei der Jury nicht so gut an, sie wurden knapp von der Darmstädter Band "Legue 66" geschlagen. Auf den weiteren Plätzen folgten die "Thunderbirds" aus Mannheim, die Heppenheimer "Dukes",  die "Monks" aus Weinheim sowie die Frankfurter Band

"The Gonks"

Die Bensheimer "Flames" beim Wettbewerb in Heppenheim 1966

Quellennachweis: "Als der Beat an die Bergstraße kam"

Vielen Dank an Ernst-Ludwig Drayß 

Für Bild und Ton wird der Datenbestand von YouTube genutzt

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