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spielten am 30.01., 03.09. und 04.09.1966

im Beat-Club 65 GODDELAU

THE LONELY´S (Kurzfassung)

Anfang der sechsiger, drei Freunde aus Wichlingshausen, taten sich zusammen und

so kam eine fünfköpfige Beatband zustande, die sich zunächst "The Randy´s" nannte. 

Es folgten erste Auftritte vor lokalem

Publikum. Bald wurde ein neuer Name

gesucht, der besser, zum mitlerweile

etwas weicher und von dreistimmigen

Gesang geprägten Musikstil passte.

Die Band wurde in "The Lonely´s"

umbenannt, die englisch korrekte

Schreibweise "The Lonelie´s" kam

erst später.

Bei einer landesweiten Talentshow

hatten sich auch die Lonely´s beworben

und mehrmals eine Erstplatzierung erreicht nun winkte ein Plattenvertrag. Mit "Ariola"

Produzent Nils Nobach kam ein 10jähriger Vertrag zustande und es wurde die

Langspielplatte "At the hop" sowie die gleichnamige Single produziert.

Ende 1965 wurde ein Manager gefunden der unter anderem auch "Casey Joness & the Governours unter Vertrag hatte und so kam es, dass beide Bands gemeinsam mit ihrer

"Jack the Ripper Show" unterwegs waren.  Die Band reiste mit ihrem Tourbus und ihrem Manager durch die Lande, eines Abends in München die bittere Tatsache, ihr Manager hatte sich mit der Abendkasse sowohl der Lonely´s  als auch derer von Casey Jones abgesetzt. Mit nur wenig Geld im Gepäck traten sie die Heimreise an. Der Ausflug ins Profilager war somit beendet.

Es gelag den Lonely´s allerding wieder sehr schnell als Amateure Fuß zu fassen

Die Urbesetzung 1963

Jürgen Schmitz git, voc,

Sigi Schöler git, voc,

Rudi Steinhofer dr, voc

Ewald Berker git, voc,

Peter Burghoff bass, voc

Erster Wechsel,

Ewald Berker git, voc verließ die Band,

Manfred Franzen org kam neu hinzu.

Zweiter Wechsel, Rudi Steinhofer dr, voc verließ die Band

Jörg Ernestus dr kam neu hinzu.

Dritter Wechsel, Jürgen Schmitz git, voc verließ die Band

Lothar Fischer git kam neu hinzu

Jürgen Raulfs voc kam neu hinzu

                                                                   Die Geschichte der Beatband „The Lonelies“ aus Wuppertal Drei Wichlinghausener, zwei                                                                              Ronsdorfer Anfang der sechziger Jahre war der Beat die Musik der jungen Leute und es gab                                                                          viele Amateurrmusiker, die Beatbands gründeten und je nach ihren verschiedenen Vorbildern                                                                        auch unterschiedliche Stilrichtungen hatten. In der Regel gehörten dazu zwei bis drei Gitarren,                                                                      E-Bass und Schlagzeug. Drei Freunde aus Wichlinghausen, nämlich Ewald Berker, Jürgen                                                                            Schmitz und Rudi Steinhofer taten sich zusammen und so waren zwei Gitarristen (Ewald und                                                                       Jürgen) sowie ein Schlagzeuger (Rudi) gefunden. Peter Burghoff, ein Freund aus Ronsdorf,                                                                           lernte zu der Zeit Bassgitarre beim Musikhaus Wessely in der Westkotter Str. und war bereit,                                                                         mitzumachen, wenn er seinen Freund aus Ronsdorf, Sigi Schöler mitbringen durfte, der beim                                                                         Musikhaus Wessely Gitarre lernte. So kam eine fünfköpfige Beatband zustande, die sich                                                                               zunächst „The Randy`s“ nannte und im Barmer Eisenbahnviadukt Rödiger Straße im I.                                                                                   Obergeschoss im sog. „Ted-Herold-Club“ probte. Es folgten erste Auftritte vor lokalem Publikum,                                                                   unter anderem im Nachbarschaftsheim (Naba) am Exerzierplatz Elberfeld. Die Leimbach Bald                                                                       danach folgte der Wechsel in einen eigenen Proberaum in einer alten Fabrik in der Leimbacher                                                                     Straße. Heute steht dort der südliche Anbau der St. Antonius-Klinik an der Carnaper Straße. Es                                                                     wurde ein neuer Name gesucht, der besser zum mittlerweile bevorzugten Musikstil passte, der                                                                       nämlich etwas „weicher“ und von dreistimmigem Gesang geprägt war. Rudi hatte zuvor in einer Band namens „The lonely boys“ mit Werner Abé (heute „Blue Fellows“) gespielt und so wurden die „Randy`s“ in Anlehnung an diese Schreibweise in „The lonely`s“ umbenannt; die englisch korrekte Schreibweise „The Lonelies“ kam erst später. Die Beatclubs Es existierten diverse große Gaststätten, die auch einen Saal betrieben und so schnell beliebte Auftrittsorte für die Beatbands wurden. In Schwelm „Rheinischer Hof“, in Hilden „Tanzcasino Jansen“, in Velbert „Flora“, um nur einige zu nennen. In allen Clubs sind die „Lonely´s“ oft und gerne aufgetreten und hatten dort regelmäßig große Publikumserfolge. Dass die Konzerte auch für die Veranstalter lukrativ waren, lässt sich daran ablesen, dass als Gage teilweise ein Stundenlohn von bis zu 10,- DM pro Musiker vereinbart werden konnte, für die damalige Zeit ein Vielfaches der normalen Einkommen.

Die Beatfestivals:

Schnell fanden die lokalen Beatbands und die „Lonely`s“ ihre Fans und so kam es auch zu vielen Beatkonzerten in diversen Gaststätten, Clubs und dergleichen. Höhepunkte dieser Jahre waren die Beatfestivals in der Stadthalle, die vom Musikhaus Wessely organisiert wurden und im großen Saal jedes Mal ausverkauft waren. Im Grunde war es ein Wettbewerb der verschiedenen Bands, zu denen z.B. „The Formers“, „The Snobs“,„The Beatkids“, „The Bluestars“, „The Lonestars“ usw. gehörten und es wurde ein erster, zweiter und dritter Platz vom Publikum gewählt. „The Lonely`s“ machten dreimal mit und belegten zweimal den ersten Platz.                                                                 

Der Besuch der „Queen“ oder „Irrer Beat für Irre“

Der freie Journalist Heinz Browers und der Remscheider Neurologe Dr. Franz Schmidt waren in der Sprockhöveler „Quellenburg“ auf die “Lonely`s“ aufmerksam geworden. Dr. Schmidt, der selbst komponierte, hatte aus Anlass des Besuchs der englischen „Queen“ einen gleichnamigen Hit geschrieben, den eine Beatband interpretieren sollte. Schnell war man sich einig, dass das die „Lonely`s“ übernehmen sollten. Die Tantiemen aus dieser Zusammenarbeit sollten einem Projekt für Patienten zugutekommen, die zu Unrecht in Nervenheilanstalten eingewiesen worden waren. Dank der Mitwirkung des Presse Mitarbeiters erfolgte hierzu eine überregionale Berichterstattung, die sogar in der „Bildzeitung“ und der „Hör Zu“ zu einem Artikel mit der Schlagzeile „Irrer Beat für Irre“ führte. Danach folgte u. a. ein Fernsehauftritt beim WDR. Udo Werner`s Talentshow Udo Werner mit seiner Talentshow organisierte damals landesweit Gesangswettbewerbebei denen u. a. Musikbegeisterte, die selber einmal live vor Publikum mit einer Band als Begleitung singen wollten, auftreten konnten. Für diese Veranstaltung haben sich auch die „Lonely`s“ beworben. Nach mehrmaliger Erstplatzierung der „Lonely`s“ an

verschiedenen Auftrittsorten (z. B. Oberhausen, Köln, Dortmund, Wuppertal, Solingen) winkte ein Schallplattenvertrag. Der Schallplattenvertrag und „Die großen Acht“ von Radio Luxemburg. Der Produzent der „Ariola“ Nils Nobach, war damals gleichzeitig der

Produzent von Caterina Valente und Paul Anka. Ein 10jähriger Schallplattenvertrag kam zustande und es wurde die Langspielplatte

„At the hop“ sowie die gleichnamige Single produziert. Radio Luxemburg war der erste deutschsprachige Sender, der das Thema Beatmusik aufgriff und in regelmäßigen Beiträgen entsprechende Musik sendete. Die Hitparade „Die großen Acht“ kam zustande, indem der damalige Moderator Camillo Felgen bundesweit namhafte Musikgeschäfte telefonisch abfragte und sich die acht meistverkauften Schallplatten der letzten Woche durchgeben ließ. „Wir schalten nun um nach Wuppertal, Musikhaus Wessely, Ihre Punkte bitte!“ „Gerne,

Platz 1: The Beatles mit …….., Platz 2 usw., Platz 8: The Lonely`s mit „At the hop“”.

Heute würde man sagen:GEIL! Der Wechsel ins Profilager Nach dem Schallplattenerfolg und dem damit verbundenen steigenden Bekanntheitsgrad und Werbeeffekt aus der Medienkampagne lag es nahe, aus dem Kreis der Amateurmusiker ins Profilager zu wechseln und Berufsmusiker zu werden. Es wurde ende 1965 ein Manager gefunden, der über beste Kontakte zur Musikszene verfügte und zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten verschaffte. Er hatte unter anderem „Casey Jones & the Governours“ unter Vertrag und so kam es, dass diese beiden Bands zu Zweit landesweit unterwegs waren. Zu den Auftritten wechselten die Bands sich in zwei Spielstätten unter Verwendung der jeweils aufgebauten Musikanlagen ab, sodass das jeweilige Publikum zwei Top-Bands und eine lokale Band an einem Abend  zu sehen und zu hören bekam. Ein erfolgreiches Konzept und ein grossartiger Erfolg.

Das Equipment

Die alten Fotos geben neben der musikalischen Karriere auch die Entwicklung der Musikinstrumente und der Verstärkeranlagen wieder. Sind anfangs diverse Marken und „no names“ oder Klassiker wie Echolette-Verstärker zu sehen, wandelt sich dies bald zu einer einheitlichen Ausrüstung in hoher Qualität, die zu damaliger Zeit für Amateure überhaupt nicht zu bezahlen gewesen wäre. Es gab hochwertige Mikros von Shure und ein Schlagzeug-Set von der renommierten Marke Ludwig. FenderGitarren und Bass sowie Fender-Verstärker als Topteil mit separater Box –und zwar für jeden Einzelnen der Musiker- waren damals (und eigentlich auch heute) hochpreisige technische Highlights und sind heute als Originale aus den 60er Jahren begehrte rare Sammlerstücke. Genauso gab es aber auch eine Zeit, in der die „Lonely`s“ komplett über Vox-Anlagen spielten, nachdem die Beatles hierfür Vorbild waren. Haus – und Hoflieferant für die Ausstattung war immer das Musikhaus Wessely, welches in Wuppertal damals als einziges Musikhaus in der Lage war,

dieses Equipment zu liefern. Wessely hat die heimische Musikerszene sehr unterstützt und durch großzügige Ratenzahlungen solche Anschaffungen ermöglicht, die wiederum aus Gagen der Musiker je nach Einkommensanfall bestritten werden durften. Das Ende

des Profilagers Die Band tourte mit ihrem Manager und ihrem Tourbus durch die Landeund sah sich eines Abends in München der bitteren Tatsache ausgesetzt, dass der Manager sich mit der Abendkasse sowohl der „Lonely`s“ als auch von „Casey Jones“

abgesetzt hatte. Es gab zwar einen „Abschiedsbrief“ des Managers, der wohl die Gründe der Abreise erläutern sollte, war aber letztlich fadenscheinig und verhüllte nur allzu offen den eigentlich kriminellen Hintergund des Ganzen. Mit nur wenig Geld im Gepäck und ohne Aussichten auf die Verabredung von Auftritten trat man die Heimreise an und kehrte in die elterlichen Haushalte nach Wuppertal zurück. Der Ausflug ins Profilager war damit 1966 beendet, was aber dem musikalischen Schaffen keinen Abbruch tat, da es nun wieder als Amateure weiter ging.

Weiter als erfolgreiche Amateurband

Es gelang den „Lonely`s“ schnell, im heimischen Umfeld und Umland wieder Fuß zu fassen und alte Kontakte zu knüpfen. Zahlreiche Auftritte folgten, oft war dies mit regelmäßigen Konzerten für ein und denselben Veranstalter oder auch mit mehrtägigen Engagements verbunden, die so nach und nach auch wieder überörtliches Interesse nach sich zogen. Die Entfernungen zu den Auftrittsorten wurden wieder größer, der Erfolg war großartig und die Fans begeistert. Der Beat geht, die Disco-Ära kommt Trotz dieser Erfolge war der sich wandelnde Zeitgeist nicht aufzuhalten. Die Ära des Beats und der Beatklubs näherte sich ihrem Ende und es begann die Zeit des Disco-Sounds und der Discos, in denen handgemachte Musik nicht mehr so gefragt war, sondern moderner Sound aus der Konserve. Das ging auch an den bis dahin so erfolgreichen „Lonely`s“ nicht vorbei, sodass letztlich beschlossen wurde, die musikalischen Aktivitäten in dieser Form einzustellen und die Band aufzulösen.

Die wechselnden Besetzungen

Die Urbesetzung 1963: Jürgen Schmitz git, voc--- Sigi Schöler git, voc ---Rudi Steinhofer dr, voc --- Ewald Berker git, voc                                                                   Peter Burghoff bass, voc                                                                         

Erster Wechsel Ewald Berker git, voc verließ die Band Manfred Franzen org kam neu hinzu Zweiter Wechsel Rudi Steinhofer dr, voc verließ die Band Jörg Ernestus dr kam neu hinzu Dritter Wechsel Jürgen Schmitz git, voc verließ die                                                     Band Lothar Fischer git kam neu hinzu Jürgen Raulfs voc kam neu hinzu Das Revival 1983 In                                                                       den Jahren nach der Auflösung waren alle Bandmitglieder in unterschiedlichem Umfang                                                                               weiterhin musikalisch tätig. Sigi Schöler und Manni Franzen spielten zusammen in der                                                                                   Remscheider AllroundBand „The Blackbirds“. Rudi Steinhofer war Anfang der 80er Jahre                                                                             Schlagzeuger der Pop-Band „Shelter Sound“, die von Hugo Peschel (später „Duck Stop“ bzw.                                                                       „Rubber Duck“) gegründet worden war. Als diese Band sich auflöste, blieb Rudi mit dem                                                                                 Probenraum (übrigens in der schon erwähnten Leimbacher Fabrik) alleine zurück. Eher mit                                                                         dem halben Probenraum, denn in der anderen Hälfte spielte Willi Moll als Bassist des „Rafael                                                                       Jung Trio“. Der war ebenfalls nach Auflösung des Trios wegen berufsbedingtem Wegzug von                                                                       Rafael Jung übrig geblieben. Ebenfalls übrig blieb Gerd Krock, der als Gitarrist mit Willi Moll                                                                         und Rafael Jung nebenbei auch noch Tanzmusik gemacht hatte. Und so überlegten die drei, was man denn jetzt mit dem gemeinsamen Probenraum anfangen könnte. Mittlerweile war erkennbar, dass Beatmusik und die Stars der „Golden Sixties“ ein großes Comeback feierten, sodass man beschloss, als Oldie-Band und wenn möglich, unter dem alten bekannten Namen wieder in der Szene aufzutauchen. Von den alten Bandmitgliedern war Jürgen Schmitz sofort bereit, wieder mitzumachen, der Rest der alten Band war aus verschiedenen Gründen verhindert. Aber gegen die Wiederverwendung des Bandnamens bestanden keine Bedenken. Cafe Brill Nach diversen Auftritten im eher privaten Bereich war es dann am 02.03.1984 soweit: Mit pressewirksamer Vorbereitung und einem Riesenartikel in der Westdeutschen Zeitung traten die „Lonelies“ im Cafe Brill (Ecke Briller Str./ Sadowaberg) auf und präsentierten sich und die Hits der 60er Jahre einem immer noch begeisterten Publikum. Alle Fans von früher kamen. Der Laden platzte aus allen Nähten, eine riesige Menschentraube, die aus Platzgründen keinen Einlass fand, versperrte den Sadowaberg und Teile der Briller Straße. Teilweise hielten PKWs auf der Briller Straße auf den damals noch benutzten Straßenbahnschienen, sodass die Straßenbahn stecken blieb. Erst die Polizei konnte für Ordnung sorgen. Als Gast war an diesem Abend auch Sigi Schöler da, der als fünfter Mann eine musikalische Einlage zum Besten gab: den Paradesong der „Lonelies“ „Cara mia“. Die Sensation war da, die „Lonelies“ spielten wieder

Olld Winteberg, Schwelm

Die „Lonelies“ waren natürlich in der Kneipenszene bekannt und ein Gesprächsthema, das alle alten Fans interessierte. Da Rudi Steinhofer auch Motorrad-Fan war und in der Szene verkehrte, kam es schnell zu einem Kontakt mit dem Langerfelder BMW-Motorrad-Händler Borcherding, in dessen Laden die „Lonelies“ unbedingt auftreten sollten. Hiernach meldete sich der Wirt der Schwelmer SzeneKneipe „Olld Winteberg“, einem alten Fachwerkhaus. Der Wirt hieß Reiner Erhard, wurde aber von allen nur „Schwelmer“ genannt. Er wollte die „Lonelies“ unbedingt engagieren, zunächst aber nur gegen den eingenommenen Eintritt als Gage. Der Laden war beim ersten Konzert zum Bersten voll, die vordere Publikumsreihe war max. 30- 40 cm von den Musikern entfernt……es war wunderbar! Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, nun gegen Festgage, die jedes Mal so viel Publikum anzogen, dass immer ausverkauft war. Wilhelmstübchen Das „Wilhelmstübchen“ in der Elberfelder Wilhelmstr. war für Wuppertal das, was der „Starclub“ für Hamburg war. Die „Beatles“ waren natürlich nicht in Wuppertal, aber ansonsten sind unheimlich viele berühmte Bands dort aufgetreten, die man ansonsten in so authentischer Klubathmosphäre wo nirgends zu sehen und zu hören bekam. Neben Bill Haley gab es auch ein Konzert mit Benny Quick (Motorbiene) oder Johnny, Mike and the shades aus England. Nachdem die „Lonely`s“ auf dem Beatfestival von Musikhaus Wessely den ersten Platz belegt hatten, war die Resonanz so groß, dass sich ein erster Auftritt im legendären „Wilhelmstübchen“ gar nicht vermeiden ließ. Dem folgte ein einmonatiges Engagement und eine Verpflichtung für eine weitere Woche als Vertretung für den schon gebuchten, aber dann doch verhinderten Benny Quick. Leider musste der Klub mit dem Bau der Rathausgalerie abgerissen werden und es fand ein riesiges Abschiedsfest statt, zu dem die „Lonelies“ eingeladen waren, um noch mal an der alten Wirkungsstätte zu spielen. Aus terminlichen Gründen konnte die Einladung leider nicht angenommen werden, sodass der Abend ohne ein bye-bye der Wuppertaler Band auskommen musste. Wuppertaler Rundschau, Scheunenfeten Legendär waren die seit 1986 von der Wuppertaler Rundschau bzw. Klaus A. Flieger von Peppermint Promotion organisierten Scheunenfeten. In der Regel fanden sie in großen Reithallen statt, deren Sandboden mit riesigen Zeltplanen abgedeckt wurde, in denen dann eine große Bühne und bis zu ca. 2.000 Zuschauer Platz fanden. Die Veranstaltungen waren immer ausverkauft. Das Konzept bestand darin, immer gute Bands als Lokalmatadoren, also auch die „Lonelies“ zu verpflichten und darüber hinaus bekannte überörtliche oder auch internationale Bands. So kam es zu gemeinsamen Konzerten lokaler Bands mit z. B. „Karat“, „The Beatles Revival Band“, The Lords“, „The Equals“, „The Tremeloes“ und anderen. Die „Lonelies“ waren auf den Scheunenfeten 1986, 1987 und 1989 dabei. 1. Wuppertaler Nostalgie-Nacht, Uni-Halle Am 15.03.1991 fand eine Super-Veranstaltung in der Uni-Halle statt, die weit überörtliche Publikumsresonanz erwarten ließ, da der Vorverkauf auch in den Ballungsräumen von Bochum bis Iserlohn und Köln bis Düsseldorf beworben wurde. Die Uni-Halle war restlos ausverkauft. Neben den „Lonelies“ traten die „Pöms“ auf und international bekannte Oldie-Stars wie „The Equals“,„Dave Dee“, „The Marmalade“ und „Mungo Jerry“, aber auch die aus Deutschland bekannten „Rattles“. Es war vereinbart, dass die „Pöms“ den opening act spielten und die „Lonelies“ den final act, sodass das internationale Programm durch die lokalen Bands umrahmt werden sollte. Leider war der Auftritt der vor den „Lonelies“ spielenden international bekannten Band nicht unbedingt geeignet, das Publikum zu begeistern, sondern den halben Saal leer zu spielen. Trotzdem ist das Konzert vor dann immer noch zahlreichen Zuschauern als ein Highlight der Veranstaltungen in Wuppertal in guter Erinnerung. Die wechselnden Revival-Besetzungen Die neue Urbesetzung 1983 Jürgen Schmitz git, voc Rudi Steinhofer dr, voc Gerd Krock git, voc Willi Moll bass Erster Wechsel 12/1986 Gerd Krock git, voc verlässt die Band Hugo Peschel git, voc kommt neu hinzu Zweiter Wechsel 07/1989 Hugo Peschel git, voc verlässt die Band Sigi Schöler git, voc kommt neu hinzu Manni Franzen org kommt neu hinzu Dritter Wechsel 01/1990 Manni Franzen keyb verlässt die Band Michael Kraus keyb kommt neu hinzu (und bleibt) Nachdem das Revival-Gründungs-Mitglied Gerd Krock die „Lonelies“ verließ, konnte Hugo Peschel als Gitarrist und Sänger gewonnen werden, der ja mit Rudi Steinhofer schon zuvor gemeinsam gespielt hatte. Hugo hatte aber parallel auch Country-Ambitionen, die er mit der Band „Duck Stop“ und Freunden verwirklichte, sodass sich zunehmend Terminprobleme ergaben, wenn es um die Realisierung von Konzertanfragen ging. Plötzlich sollten beide Bands an ein - und demselben Abend, aber an zwei verschiedenen Orten auftreten. Langfristig konnte das nicht gut gehen. So wurde nach einem neuen Sänger und Gitarristen gesucht. Sigi Schöler aus den 60er Jahren wurde gefragt, ob er nicht mittlerweile doch Lust habe, wieder mit zu machen. Der sagte ja unter der Bedingung, dass der alte Organist aus frühen Tagen, Manni Franzen ebenfalls dabei sein würde. Manni Franzen war der Inhaber der Remscheider Filiale von Pianohaus Ibach, verfügte über ein riesiges Arsenal der gerade gängigen Keyboards, suchte mit den Musikern das geeignete Instrument aus und kam zu einer Probe, die zu einem neuen festen Mitglied der Band führte. Berufliche Zwänge als Inhaber des Pianohauses Ibach, eines angeschlossenen Musikgeschäftes, einer Musikschule und als Notenlieferant für die Remscheider Schulen machten es jedoch immer schwerer, die Musikertätigkeit bei den „Lonelies“ damit konfliktfrei zu vereinbaren, sodass auch hier eine Lö- sung in Form eines anderen Keyboarders her musste. Die Suche nach einem neuen Keyboarder und die Suche eines jungen Keyboarders nach einer Band führten die „Lonelies“

und einen gewissen Michael Kraus aus Vohwinkel schicksalhaft zusammen. Er hatte schon eine Band, nämlich die bekannte Wuppertaler „Starlight Band“. Er fragte die „Lonelies“ 1989 bei einem Konzert auf dem Vorflohmarkt auf dem Lienhardplatz, ob er nicht mitmachen könne. Schnell stellte man gemeinsam fest, dass diese musikalische Zusammenarbeit wohl der „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ sei. Tatsächlich war mit dem jungen Michael Kraus, der bei seinem Einritt jünger war, als die Band insgesamt alt geworden ist, der Keyboarder gefunden, der bis zum Ende des musikalischen Schaffens der „Lonelies“ dabei geblieben ist. Mittlerweile waren die Lonelies so erfolgreich, dass sie sich den Luxus von zwei Roadies leisten konnten, die den Transport, Auf- und Abbau der Musikanlage bewerkstelligten, sodass die Musiker erst zum Soundcheck antreten mussten. Ebenfalls gab es nun auch einen Tontechniker, der sich mit der PA, dem Mischpult und dem Sound der Band befasste. Das war der Musiker und Keyboarder Peter Holtei, der heute bei „Striekspöen“ Keyboard spielt. Die CD-Produktion Ohne Michael Kraus wäre die CD wohl gar nicht produziert worden. Er hatte umfangreiche Studioerfahrung und ein Gefühl für Arrangement, Sound und Mix, das sehr hilfreich war. (Mittlerweile hat er ein eigenes hochprofessionelles Studio und eine eigene Musikproduktion, siehe: Links) Außerdem war er ein Pedant, wenn es um die Perfektionierung seiner eigenen Sounds und Keyboardbegleitungen ging. 1993 im Studio von Johannes Blomberg in der Feldstraße in Barmen wurde aufgenommen und anschließend abgemischt, sodass ein Querschnitt der Musik der „Lonelies“ mit dem Titel „Back to the Sixties“ entstand, der dann als CD bei Bertelsmann in Gütersloh gefertigt wurde. Die CDs fanden bei den anschließenden Konzerten reißenden Absatz und waren bald ausverkauft. Die Auflösung der Band oder „Niemals geht man so ganz“ „Irgendwann muss ja mal Schluss sein“, dachte vielleicht der eine oder andere der Band schon mal, aber nie laut. Irgendwann wurde es dann doch mal laut gesagt. Irgendwann setzte sich das dann irgendwie fest und irgendwie schwappte es dann auch auf die Bühne und stand plötzlich irgendwo im Vordergrund. Die Luft war raus! Diese Erkenntnis war nach den vielen Jahren des musikalischen Schaffens und Erfolges schmerzhaft und ließ letztlich unbeantwortete und vielleicht auch unbeantwortbare Fragen offen. Im Winter 1993 gaben die „Lonelies“ ihr letztes Konzert und beschlossen, offiziell zum 31.12. 1993 sich aufzulösen. Im 30. Jahr nach der Gründung und im 10. Jahr nach dem Revival war Schluss. Die Erinnerungen an die guten Zeiten blieb und Gott sei Dank auch die Freundschaft. In den Jahren danach gab es zahlreiche Treffen und Gelegenheiten, sich der alten Zeiten zu erinnern und auch mit Gitarre und Gesang sich der alten Songs zu bedienen. Bei einem Treffen in Holland kam dann die Idee auf, das Ganze doch mal zusammen zu tragen und per Internet den alten Fans, die mit uns älter geworden sind, zugänglich zu machen. Hier ist sie nun endlich, Die Geschichte der Oldie-Band „The Lonelies“

Copyright© Text: Siegfried Schöler, Remscheid Korrektor: Jürgen Schmitz, Lünen

Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von  Sigi Schöler

www.thelonelies.de

und Harald Bluschke

www.rocknroll-schallplatten-forum.de

Für Bild und Ton wird der Datenbestand von YouTube genutzt

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